Ljudmila Seitz | Kontakt
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Ljudmila Seitz | Vita
Ljudmila wurde am 9 Oktober 1960 in Zentral-Bulgarien als erstes Kind eines kunstsinnigen Vaters geboren. Als sie 15 Jahre alt war, beendete sie die Elementarschule in der Stadt Dobrich. Ljudmila erinnert sich häufig an das Modeatelier ihrer Oma in der malerischen Stadt Liaskovec, wo sie beim handwerklichen Umgang mit den farbigen Stoffen verzaubert wurde. Ihre Schulzeit ging zu Ende, ohne dass sie sich für eine berufliche Laufbahn entschieden hatte. So wähle Sie, ähnlich wie vordem Matisse und Kandinsky andere Berufe ergriffen hatten, Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Als ihr Lebenslauf in dieser Weise vorgezeichnet schien, nahmen die Ereignisse eine dramatische Wendung. Sie entschied ihr Leben zu ändern, wanderte nach Deutschland aus und heiratete in München. Hatte sie Angst vor einem Leben als Buchhalterin in der bulgarischen Provinz? Oder brachte das Leben im sich verändernden Bulgarien nicht die erwarteten Aussichten? Vielleicht sah sie nach dem belastenden vergangenen Leben in Bulgarien eine heilende Wirkung durch die Kunst.

Im Jahre 1993 kam Ljudmila in München an mit dem Gefühl einer Wiedergeburt. Die Hauptstadt von Bayern war eine kunstsinnige Stadt, etwa im Rang mit Paris. Ihre Tradition und Freiheitsliebe erzeugte eine künstlerisch, mystische Atmosphäre. “Mystik spricht mittels Mysterien, ist das nicht der wahre Sinn? Ist dies nicht der bewußte oder unbewußte Grund für den Zwang zur Kreativität?” - Kandinsky fragte dies 1910, bevor er den Gipfel der expressionistischen Abstraktion erreichte. Wundersamer Weise wirkte die Atmosphäre Münchens und des Voralpenlandes in derselben Art auf Ljudmila, wie einst auf Kandinsky, Macke und Marc. Die Werke des “Blauen Reiters” faszinierten sie außergewöhnlich.

Im Jahre 2005 siedelte Ljudmila um ins ländliche Niederbayern, wo ihr künstlerisches Talent zum Experimentieren mit farbigem Ton wiederkehrte und sich schnell in einen eigenen Keramik-Stil verwandelte. Ljudmilas Experimente begannen mit dem japanischen Nerikomi-Stil der 1970er Jahre, die farbiger Ton in strukturelle Wiederholungen schneiden und stapeln, die an die Muster von M.C. Escher erinnern. Diese Versuche mögen unkonventionell und exzentrisch gewesen sein, aber sie führten Ljudmila in den Bereich von der Nachahmung zur Schöpfung. Ihre Kunst entwickelte sich aus innerer Notwendigkeit in eine neue Methode, die in sich stimmig ist. Ähnlich wurde diese Methode im achtzehnten Jahrhundert in englischen Staffordshire unter dem Namen Achatware (d.h. Verwendung von mehrfachen farbigen Tonen zu Imitation des Halbedelsteins Achat) wiedergeboren. Die künstlerische Herkunft der Achatware geriet mit der Zeit in Vergessenheit. Ihre Farbigkeit kann jedoch auch auf die Ägyptische Tilapia-Fischflasche der 18. Dynastie (1390 v.Chr.) und die Griechischen mehrfarbigen Alabastrons des 2. Jahrhunderts zurückgeführt werden. In Ljudmilas Hände nimmt die alte Achatware eine expressionistische Wendung, die sie von viktorianischen Gestaltungsformen loslöst und zu einem neuen, den Geist der Farbe befreienden Kandinsky-Anklang führt.

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